{"id":9296,"date":"2026-08-06T10:03:36","date_gmt":"2026-08-06T10:03:36","guid":{"rendered":"http:\/\/locaterisk.com\/de\/?post_type=wissen&#038;p=9296"},"modified":"2026-08-06T11:22:08","modified_gmt":"2026-08-06T11:22:08","slug":"nis2-lieferkettensicherheit","status":"publish","type":"wissen","link":"https:\/\/locaterisk.com\/de\/wissen\/nis2-lieferkettensicherheit\/","title":{"rendered":"NIS2 und Lieferkettensicherheit: Drittanbieter-Risiken im Griff"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">NIS2 und Lieferkettensicherheit: Drittanbieter-Risiken im Griff<\/h1>\n<span class=\"lr-ai-disclosure\" style=\"display:block;max-width:843px;margin:8px auto 28px;font-size:14px;line-height:1.4;color:#8b93a7;font-family:inherit;font-style:italic;\">Dieser Text wurde mit k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) erstellt.<\/span>\n\n\n<p>Angreifer nehmen h\u00e4ufig nicht ihr eigentliches Ziel ins Visier, sondern dessen Dienstleister. Die NIS2-Richtlinie zieht daraus die Konsequenz und verpflichtet betroffene Unternehmen, die Sicherheit ihrer Lieferkette aktiv zu steuern. Dieser Beitrag zeigt, was das deutsche Umsetzungsgesetz konkret verlangt und wie Sie Drittanbieter-Risiken effizient in den Griff bekommen (Stand: August 2026).<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit NIS2 werden h\u00e4ufig <strong>Lieferantenrisikomanagement<\/strong>, <strong>Vendor Risk Management (VRM)<\/strong>, <strong>Third-Party Risk Management (TPRM)<\/strong> und <strong>Cyber Supply Chain Risk Management (C-SCRM)<\/strong> genannt. Die Begriffe \u00fcberschneiden sich, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte: VRM betrachtet vor allem Lieferanten, TPRM s\u00e4mtliche Drittparteien und C-SCRM gezielt die Cyberrisiken innerhalb der Lieferkette.<\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Wichtigste in K\u00fcrze<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Das NIS2-Umsetzungsgesetz ist am 6. Dezember 2025 ohne \u00dcbergangsfrist in Kraft getreten. Nach Angaben des BSI w\u00e4chst der Kreis der beaufsichtigten Einrichtungen von rund 4.500 auf rund 29.500.<\/li><li>\u00a7 30 Absatz 2 Nummer 4 BSIG fordert ausdr\u00fccklich die Sicherheit der Lieferkette einschlie\u00dflich der Beziehungen zu unmittelbaren Anbietern oder Diensteanbietern.<\/li><li>Unternehmen m\u00fcssen die spezifischen Schwachstellen ihrer Lieferanten bewerten, Sicherheitsanforderungen vertraglich verankern und die Einhaltung laufend \u00fcberwachen.<\/li><li>Bei Verst\u00f6\u00dfen drohen nach \u00a7 65 BSIG Bu\u00dfgelder bis zu zehn Millionen Euro, bei hohen Ums\u00e4tzen bis zu 2 Prozent des Gesamtumsatzes. Die Gesch\u00e4ftsleitung tr\u00e4gt eine pers\u00f6nliche Umsetzungs- und \u00dcberwachungspflicht.<\/li><li>Automatisierte Security Ratings in Kombination mit Vendor Risk Management machen die Bewertung vieler Lieferanten praktikabel und dokumentierbar.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum NIS2 die Lieferkette ausdr\u00fccklich regelt<\/h2>\n\n\n\n<p>Die NIS2-Richtlinie (EU) 2022\/2555 z\u00e4hlt die Sicherheit der Lieferkette zu den zehn Mindestma\u00dfnahmen des Cyber-Risikomanagements. Artikel 21 Absatz 2 Buchstabe d nennt sie ausdr\u00fccklich, einschlie\u00dflich der sicherheitsbezogenen Aspekte der Beziehungen zu unmittelbaren Anbietern oder Diensteanbietern. Der deutsche Gesetzgeber hat diese Vorgabe nahezu wortgleich in \u00a7 30 Absatz 2 Nummer 4 des neuen BSI-Gesetzes \u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Grund benennt Erw\u00e4gungsgrund 85 der Richtlinie: Es h\u00e4ufen sich Vorf\u00e4lle, bei denen Unternehmen \u00fcber Schwachstellen in Produkten und Diensten Dritter kompromittiert werden. Ein Fernwartungszugang, eine manipulierte Softwarekomponente oder ein unzureichend gesicherter Cloud-Dienst \u00f6ffnet Angreifern den Weg in ansonsten gut gesch\u00fctzte Netze. Die eigene Firewall hilft wenig, wenn ein Zulieferer mit privilegiertem Zugriff selbst verwundbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem 6. Dezember 2025 gilt das NIS2-Umsetzungsgesetz in Deutschland, und zwar ab dem ersten Tag ohne Schonfrist. Das BSI beaufsichtigt damit nach eigenen Angaben rund 29.500 Einrichtungen aus 18 Sektoren, von Energie und Gesundheit \u00fcber Verkehr bis zum verarbeitenden Gewerbe. Viele mittelst\u00e4ndische Unternehmen fallen erstmals unter eine Cybersicherheitsregulierung. Einen Gesamt\u00fcberblick \u00fcber Anwendungsbereich, Schwellenwerte und Pflichten gibt unser Beitrag zur <a href=\"\/de\/wissen\/nis2-richtlinie-ueberblick\/\">NIS2-Richtlinie<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was das Gesetz konkret verlangt: Bewertung, Vertr\u00e4ge, \u00dcberwachung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Pflicht zur Lieferkettensicherheit besteht aus drei Bausteinen. Erstens die Lieferantenbewertung: Artikel 21 Absatz 3 der Richtlinie verlangt, die spezifischen Schwachstellen jedes unmittelbaren Anbieters zu ber\u00fccksichtigen, ebenso die Gesamtqualit\u00e4t seiner Produkte und seine Cybersicherheitspraxis einschlie\u00dflich der Sicherheit der Entwicklungsprozesse. Eine pauschale Einsch\u00e4tzung nach Bauchgef\u00fchl gen\u00fcgt diesem Ma\u00dfstab nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens die vertragliche Verankerung. Sicherheitsanforderungen wirken nur, wenn sie verbindlich vereinbart sind. In der Praxis geh\u00f6ren dazu unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>konkrete Sicherheitsanforderungen an den Dienstleister, etwa zu Patch-Management und Verschl\u00fcsselung<\/li><li>Meldewege und Fristen bei Sicherheitsvorf\u00e4llen, die Ihre eigenen Meldepflichten bedienen<\/li><li>Auskunfts- und Pr\u00fcfrechte, damit Sie die Einhaltung kontrollieren k\u00f6nnen<\/li><li>Regelungen f\u00fcr den Einsatz von Subdienstleistern<\/li><li>Exit-Klauseln und Mitwirkungspflichten bei einer geordneten Trennung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Drittens die kontinuierliche \u00dcberwachung. Eine einmalige Pr\u00fcfung beim Onboarding bildet die Risikolage nicht dauerhaft ab, denn die Angriffsfl\u00e4che eines Lieferanten \u00e4ndert sich mit jedem neuen System und jeder Konfigurations\u00e4nderung. Hinzu kommt die Governance-Ebene: Nach \u00a7 38 BSIG muss die Gesch\u00e4ftsleitung die Risikomanagementma\u00dfnahmen umsetzen, ihre Umsetzung \u00fcberwachen und sich regelm\u00e4\u00dfig schulen lassen. Verletzt sie diese Pflichten, haftet sie der eigenen Einrichtung f\u00fcr schuldhaft verursachte Sch\u00e4den. Welche weiteren Ma\u00dfnahmen der Katalog umfasst, zeigt unsere \u00dcbersicht der <a href=\"\/de\/wissen\/nis2-anforderungen-pflichtmassnahmen\/\">NIS2-Anforderungen und Pflichtma\u00dfnahmen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fragebogen, Security Rating, Audit: drei Methoden im Vergleich<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Lieferantenbewertung haben sich drei Methoden etabliert, die unterschiedliche Perspektiven einnehmen und sich gegenseitig erg\u00e4nzen. Frageb\u00f6gen erfassen Prozesse und Organisation aus Sicht des Lieferanten. Ein <a href=\"\/de\/wissen\/was-ist-ein-security-rating\/\">Security Rating<\/a> misst die tats\u00e4chlich aus dem Internet sichtbare Angriffsfl\u00e4che. Audits pr\u00fcfen interne Abl\u00e4ufe in der Tiefe. Die Unterschiede zeigt die folgende \u00dcbersicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Kriterium<\/th><th>Fragebogen<\/th><th>Security Rating<\/th><th>Audit vor Ort<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Perspektive<\/td><td>Selbstauskunft des Lieferanten<\/td><td>Au\u00dfensicht auf real erreichbare Systeme<\/td><td>Tiefenpr\u00fcfung interner Prozesse<\/td><\/tr><tr><td>Aufwand pro Lieferant<\/td><td>mittel: erstellen, nachfassen, auswerten<\/td><td>gering: Analyse ohne Mitwirkung des Lieferanten<\/td><td>hoch: Vorbereitung, Termin, Bericht<\/td><\/tr><tr><td>Aktualit\u00e4t<\/td><td>Stand zum Befragungszeitpunkt<\/td><td>fortlaufend aktualisierbar<\/td><td>Stand zum Pr\u00fcfungstermin<\/td><\/tr><tr><td>Objektivit\u00e4t<\/td><td>abh\u00e4ngig von der Selbsteinsch\u00e4tzung<\/td><td>messbare technische Befunde<\/td><td>hoch durch unabh\u00e4ngige Pr\u00fcfung<\/td><\/tr><tr><td>Skalierbarkeit<\/td><td>begrenzt durch R\u00fccklauf und Auswertung<\/td><td>hoch, gesamtes Portfolio parallel<\/td><td>gering, einzelne Lieferanten<\/td><\/tr><tr><td>Typischer Einsatz<\/td><td>Prozess- und Compliance-Fragen<\/td><td>laufende \u00dcberwachung aller Lieferanten<\/td><td>kritische Partner mit tiefem Zugriff<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>In der Praxis bew\u00e4hrt sich die Kombination: Ratings liefern die laufende, objektive Basis \u00fcber das gesamte Portfolio. Frageb\u00f6gen vertiefen Prozessthemen bei relevanten Partnern. Audits bleiben den wenigen Lieferanten vorbehalten, die tief in Ihre Systeme eingebunden sind. So verteilen Sie den Aufwand dorthin, wo das Risiko sitzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Automatisierte Security Ratings und VRM: so gelingt die Umsetzung<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer 50 oder 200 Lieferanten bewerten soll, st\u00f6\u00dft mit manuellen Verfahren schnell an Kapazit\u00e4tsgrenzen. Automatisierte Security Ratings l\u00f6sen dieses Skalierungsproblem. Die Analyse betrachtet die extern erreichbaren Systeme eines Lieferanten aus der Perspektive eines Angreifers, ohne Agenten-Installation und ohne Mitwirkung des Unternehmens. Die technische Grundlage daf\u00fcr bildet <a href=\"\/de\/wissen\/was-ist-easm\/\">External Attack Surface Management (EASM)<\/a>. Erste Ergebnisse liegen bei LocateRisk innerhalb von 48 Stunden vor, danach h\u00e4lt eine regelm\u00e4\u00dfige Neubewertung das Bild aktuell.<\/p>\n<p>Bei Lieferantenratings h\u00e4ngt die Aussagekraft auch von der Aktualit\u00e4t der Schwachstellendaten ab. LocateRisk nutzt <a href=\"\/de\/landing\/preemptive-intelligence-cyberrisiken-erkennen-bevor-sie-sichtbar-werden\/\">Preemptive Intelligence<\/a>, um Meldungen aus mehreren Quellen mit der Angriffsfl\u00e4che eines Anbieters abzugleichen, auch wenn noch keine abschlie\u00dfende NVD-Bewertung vorliegt. Neue potenzielle Risiken werden dadurch fr\u00fcher als Anlass f\u00fcr eine risikobasierte Pr\u00fcfung sichtbar.<\/p>\n\n\n<p>Wichtig f\u00fcr eine ehrliche Erwartungshaltung: Das Rating macht sichtbar, welche Systeme eines Lieferanten aus dem Internet erreichbar sind, welche Software dort im Einsatz ist und wo Konfigurationsm\u00e4ngel bestehen. Ob eine konkret installierte Version tats\u00e4chlich verwundbar ist, kl\u00e4rt im Zweifel der Lieferant selbst. Das Rating liefert daf\u00fcr die priorisierten Ansatzpunkte und macht das Gespr\u00e4ch konkret, wo ein Fragebogen abstrakt bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite Komponente ist ein strukturiertes Vendor Risk Management. Damit steuern Sie Frageb\u00f6gen zentral, bewerten Antworten, hinterlegen Nachweise wie Zertifikate und erinnern Lieferanten automatisch an offene R\u00fcckmeldungen. Die Kombination aus technischer Au\u00dfensicht und dokumentierter Selbstauskunft ergibt ein belastbares Gesamtbild je Lieferant und erzeugt zugleich die Dokumentation, die Sie gegen\u00fcber Gesch\u00e4ftsleitung und Aufsicht ben\u00f6tigen. Wie das im Alltag aussieht, zeigt unsere Seite zum <a href=\"\/de\/landing\/third-party-risk-management\/\">Third Party Risk Management<\/a>. LocateRisk betreibt die Plattform DSGVO-konform in zertifizierten deutschen Rechenzentren, mit einem ISO-27001-zertifizierten ISMS.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Praxis-Workflow: Lieferkettensicherheit in f\u00fcnf Schritten<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Einstieg muss kein Gro\u00dfprojekt sein. Mit diesem Ablauf bauen Sie die geforderten Prozesse Schritt f\u00fcr Schritt auf:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li><strong>Lieferanten inventarisieren und klassifizieren.<\/strong> Erfassen Sie alle unmittelbaren Anbieter und Diensteanbieter, vom IT-Dienstleister bis zum Softwarelieferanten. Klassifizieren Sie nach Kritikalit\u00e4t: Wer hat Zugriff auf Ihre Systeme oder Daten, wie schnell lie\u00dfe sich ein Partner ersetzen?<\/li><li><strong>Risiken bewerten.<\/strong> Starten Sie ein Security Rating \u00fcber das gesamte Portfolio, um eine objektive Ausgangsbasis zu erhalten. Kritische Lieferanten vertiefen Sie zus\u00e4tzlich mit einem gezielten Fragebogen zu Prozessen, Zertifizierungen und Notfallvorsorge.<\/li><li><strong>Vertr\u00e4ge anpassen.<\/strong> Verankern Sie Sicherheitsanforderungen, Meldepflichten bei Vorf\u00e4llen, Pr\u00fcfrechte und Regelungen f\u00fcr Subdienstleister in neuen Vertr\u00e4gen. Bestehende Vertr\u00e4ge priorisieren Sie nach Kritikalit\u00e4t und passen sie zur n\u00e4chsten Verl\u00e4ngerung an.<\/li><li><strong>Kontinuierlich \u00fcberwachen.<\/strong> Lassen Sie Ratings regelm\u00e4\u00dfig aktualisieren und definieren Sie Schwellenwerte, ab denen Sie reagieren, etwa bei einer deutlichen Verschlechterung des Sicherheitsniveaus. Planen Sie wiederkehrende Re-Assessments f\u00fcr kritische Partner.<\/li><li><strong>Dokumentieren und berichten.<\/strong> Halten Sie Bewertungen, Ma\u00dfnahmen und Entscheidungen nachvollziehbar fest. Berichten Sie der Gesch\u00e4ftsleitung regelm\u00e4\u00dfig, denn sie muss die Umsetzung nach \u00a7 38 BSIG \u00fcberwachen und braucht daf\u00fcr belastbare Kennzahlen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Der Aufwand verteilt sich damit \u00fcber das Jahr, und jeder Schritt erzeugt zugleich die Nachweise, die im Ernstfall oder bei einer Pr\u00fcfung gefragt sind.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-lr-faq-module\"><div class=\"content\"><h3>H\u00e4ufige Fragen<\/h3><div class=\"faq-topic\"><hr\/><div class=\"collapsible-title\"><a class=\"pr-4\">Gilt die Lieferkettensicherheit auch f\u00fcr Unternehmen, die selbst nicht unter NIS2 fallen?<\/a><img class=\"collapse-toggle\" srcset=\"http:\/\/locaterisk.com\/wp-content\/plugins\/locate-risk-prod\/lr-blocks\/faq-module\/img\/ic-plus@3x.png 3x,http:\/\/locaterisk.com\/wp-content\/plugins\/locate-risk-prod\/lr-blocks\/faq-module\/img\/ic-plus@2x.png 2x,http:\/\/locaterisk.com\/wp-content\/plugins\/locate-risk-prod\/lr-blocks\/faq-module\/img\/ic-plus.png 1x\"\/><\/div><div class=\"collapsible-content\"><p class=\"font-normal\">Mittelbar ja. Regulierte Unternehmen m\u00fcssen ihre unmittelbaren Anbieter bewerten und geben Sicherheitsanforderungen vertraglich weiter. Wer als Zulieferer oder IT-Dienstleister f\u00fcr NIS2-pflichtige Kunden arbeitet, sollte daher mit Frageb\u00f6gen, Ratings und neuen Vertragsklauseln rechnen. Ein nachweisbar gutes Sicherheitsniveau wird damit zum Faktor im Vertrieb, nicht nur in der Compliance.<\/p><\/div><\/div><div class=\"faq-topic\"><hr\/><div class=\"collapsible-title\"><a class=\"pr-4\">Reicht ein j\u00e4hrlicher Fragebogen f\u00fcr die NIS2-Konformit\u00e4t aus?<\/a><img class=\"collapse-toggle\" srcset=\"http:\/\/locaterisk.com\/wp-content\/plugins\/locate-risk-prod\/lr-blocks\/faq-module\/img\/ic-plus@3x.png 3x,http:\/\/locaterisk.com\/wp-content\/plugins\/locate-risk-prod\/lr-blocks\/faq-module\/img\/ic-plus@2x.png 2x,http:\/\/locaterisk.com\/wp-content\/plugins\/locate-risk-prod\/lr-blocks\/faq-module\/img\/ic-plus.png 1x\"\/><\/div><div class=\"collapsible-content\"><p class=\"font-normal\">Frageb\u00f6gen bleiben ein sinnvoller Baustein, decken aber nur einen Teil der Anforderungen ab. Artikel 21 Absatz 3 der Richtlinie verlangt, die spezifischen Schwachstellen jedes unmittelbaren Anbieters und die Qualit\u00e4t seiner Cybersicherheitspraxis zu ber\u00fccksichtigen. Daf\u00fcr braucht es zus\u00e4tzlich eine technische Sicht auf die tats\u00e4chliche Angriffsfl\u00e4che und eine laufende Beobachtung zwischen den Befragungszyklen.<\/p><\/div><\/div><div class=\"faq-topic\"><hr\/><div class=\"collapsible-title\"><a class=\"pr-4\">Welche Lieferanten muss ich in die Bewertung einbeziehen?<\/a><img class=\"collapse-toggle\" srcset=\"http:\/\/locaterisk.com\/wp-content\/plugins\/locate-risk-prod\/lr-blocks\/faq-module\/img\/ic-plus@3x.png 3x,http:\/\/locaterisk.com\/wp-content\/plugins\/locate-risk-prod\/lr-blocks\/faq-module\/img\/ic-plus@2x.png 2x,http:\/\/locaterisk.com\/wp-content\/plugins\/locate-risk-prod\/lr-blocks\/faq-module\/img\/ic-plus.png 1x\"\/><\/div><div class=\"collapsible-content\"><p class=\"font-normal\">Die gesetzliche Pflicht bezieht sich auf unmittelbare Anbieter und Diensteanbieter, also Ihre direkten Vertragspartner. Ein risikobasiertes Vorgehen ist dabei sinnvoll: Priorisieren Sie Partner mit Zugriff auf Systeme oder Daten, etwa IT-Dienstleister, Softwareanbieter, Cloud- und Rechenzentrumsbetreiber sowie Wartungsfirmen mit Fernzug\u00e4ngen.<\/p><\/div><\/div><div class=\"faq-topic\"><hr\/><div class=\"collapsible-title\"><a class=\"pr-4\">Welche Sanktionen drohen bei Verst\u00f6\u00dfen gegen die Lieferkettenpflichten?<\/a><img class=\"collapse-toggle\" srcset=\"http:\/\/locaterisk.com\/wp-content\/plugins\/locate-risk-prod\/lr-blocks\/faq-module\/img\/ic-plus@3x.png 3x,http:\/\/locaterisk.com\/wp-content\/plugins\/locate-risk-prod\/lr-blocks\/faq-module\/img\/ic-plus@2x.png 2x,http:\/\/locaterisk.com\/wp-content\/plugins\/locate-risk-prod\/lr-blocks\/faq-module\/img\/ic-plus.png 1x\"\/><\/div><div class=\"collapsible-content\"><p class=\"font-normal\">\u00a7 65 BSIG sieht f\u00fcr besonders wichtige Einrichtungen Bu\u00dfgelder bis zu zehn Millionen Euro vor, bei mehr als 500 Millionen Euro Jahresumsatz bis zu 2 Prozent des Gesamtumsatzes. F\u00fcr wichtige Einrichtungen gelten bis zu sieben Millionen Euro beziehungsweise 1,4 Prozent. Daneben haftet die Gesch\u00e4ftsleitung nach \u00a7 38 BSIG in Verbindung mit den Regeln des Gesellschaftsrechts gegen\u00fcber der eigenen Einrichtung f\u00fcr schuldhaft verursachte Sch\u00e4den aus Pflichtverletzungen.<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Vom Pflichtprogramm zum steuerbaren Prozess<\/h2>\n\n\n\n<p>NIS2 macht die Sicherheit der Lieferkette zur nachweisbaren Managementaufgabe: Lieferanten bewerten, Anforderungen vertraglich verankern, Einhaltung laufend \u00fcberwachen. Mit automatisierten Security Ratings und einem strukturierten Vendor Risk Management erf\u00fcllen Sie diese Pflichten ohne gro\u00dfen Personalaufbau und behalten Ihr gesamtes Lieferantenportfolio im Blick. Wie der Einstieg konkret aussieht, zeigt unsere Seite <a href=\"\/de\/landing\/vendor-risk-management-leicht-gemacht\/\">Vendor Risk Management leicht gemacht<\/a>. Dort k\u00f6nnen Sie eine Demo anfragen und die Bewertung Ihrer ersten Lieferanten direkt starten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NIS2 macht die Lieferkette zur Pflicht: Anforderungen aus \u00a7 30 BSIG, Methodenvergleich und ein 5-Schritte-Workflow mit Security Ratings und VRM.<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"template":"","wissen_thema":[819],"class_list":["post-9296","wissen","type-wissen","status-publish","hentry","wissen_thema-regulatorik-compliance"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>NIS2 Lieferkettensicherheit richtig umsetzen \u2013 LocateRisk<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"NIS2 fordert Sicherheit der Lieferkette: Was \u00a7 30 BSIG verlangt, wie Sie Lieferanten bewerten und wie Security Ratings plus VRM die Umsetzung erleichtern.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, 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